Vorbemerkung:

Vom Januar 1974 bis zum April 1976 war der Autor im Rahmen einer Voluntärsstelle am Landesmuseum Kassel (heute zur "Museumslandschaft Kassel" gehörig) beschäftigt. Unter der Leitung von Dr. Joseph Bergmann (später Dr. Irene Kappel) gehörte zu seinen Aufgaben neben dem Lektorat zur Publikation der Büraberg-Grabungen von Norbert Wand (WAND 1974), die dann als Band 4 der Kasseler Beiträge zur Vor- und Frühgeschichte" erschien, die Inventarisation der vor- und frühgeschichtlichen Sammlungen, Die Planung als auch die Erstellung von archäologischen Expositionen und die Betreuungen der heimischen Hobbyarchäologen sowie die Kortrespondenz mit Fachkollegen aus der Region.
      Im Rahmen dieser Arbeiten begannen auch seine Vorbereitungen auf die eigene berufliche Entwicklung, zu der ein angestrebter Abschluss durch eine Promotion gehörte. Dabei stieß er auf die Möglichkeit, die aus der heimischen Denk-malpflege zusammengetragenen Funde und Daten systematisch zu bearbeiten und auszuwerten. Hier bot sich der weit-gehend übersichtliche Raum des mittleren Edertales an, der sowohl im Landesmusem, als auch im Regionalmuseum Fritzlar und vor allem durch die Vor- und frühgeschichtliche Arbeitsgemeinschaft Bad Wildungen unter Dr. Volker Brendow und Rudolf Lorenz u. a. erfasst worden war. Das, auch durch die Belegung der Siedlunges- und Grabplätze erkennbare zeitliche Kontinuum umspannte die Epoche von der Urnenfelder- bis zur beginnenden Römischen Kaiserzeit. 
Er begann im Frühjahr 1976 mit der Materialaufnahme und schloss, bedingt duch seine aktive Teilnahme an der zunächst Not- dann Forschungsgrabung Holzheim bei Fritzlar, sein Projekt mit der Promotion im Dezember 1982 ab.
      Die umfangreiche Arbeit liegt inzwischen digitalisiert vor, hier wird lediglich der Abschnitt verkürzt präsentiert, der sich mit dem Formenschatz und der Datierung des keramischen Fundgutes befasst. Durch die inzwischen erfolgten For-schungen am Glauberg, glaubt der Autor Hinweise darauf gefunden zu haben, daß es um 400 v. Chr. im ober- und nord-hessischen Raum eine kurze (1 bis 2. Generationen) wirtschaftliche und politische Blüte gegeben haben muss, nach der sich die Verhältnisse neu ordneten, bis im 4. und 3. Jahrhundert nach einer kurzen Phase (LtD2-C1), die sich im Bau neuer Bergbefestigungen äussert (warum auch immer), die überlieferten keltischen Wanderungen begannen, die im 2. Jahrhun-dert in Mitteleuropa zu einer Art "Modernisierung" führen.

Die Schrift ist auch unter https://doi.org/10.17192/eb2015.0190 abrufbar.

Dezember 1982

Frühjahr 2020

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