Vorbemerkung

Bereits vor dem 1. Weltkrieg war unter der Ägide des Fritzlarer Dechanten Wilhelm Jestädt mit umfangreichen Renovie-rungs- und Sanierunsgarbeiten an der ehem. Stiftskirche St. Peter (vulgo "Dom") begonnen worden. Dennoch scheint es erstaunlich, daß man in diesem Rahmen auch ein solches Forschungsprojekt mitten im Kriege nicht nur genehmigt sondern auch finanziert hat. Vielleicht hatte man das Unternehmen auch als eine Art "Pionier-Leistung" für die damals sich erst entwickelnde Mittelalterarchäologie angesehen, obwohl es bereits zuvor (allerdings außerhalb des Gebäudes) gelegentlich Eingriffe in den Boden gegeben hatte. Die Ergebnisse galten damals als weitgehend befriedigend und spie-gelten den Forschungsstand für die nächsten 50 Jahre wieder, auch, weil sie die schriftlich überlieferten Quellen zu be-stätigen schienen. 
      Natürlich bildete die Grabung durch Becker nur einen Schritt in einer Folge von nunmehr ungefähr 7 wissenschaft-lichen Untersuchungen des Bauwerks über und unter der Erde. Die zunächst rein beschreibenden Abhandlungen ver-wandelten sich sehr bald in Forschungen, während denen eigene neue Fakten erarbeitet werden konnten, sei es durch durch die "neuartigen" archäologischen Arbeiten wie auch dokumentarische (s. B. Photographien) und vermessungs-technische (Laser) Techniken. 
      Die jüngeren Untersuchungen von Rainer Humbach haben inzwischen weitere interessante Details zur wahrhaften Baugeschichte der Kirche erbracht. Darüberhinaus führten aber alte Beobachtungen von Becker, die er zwar dokumen-tiert aber offenbar seinerzeits nicht verstanden hatte, zu neuen Interpretationen von Befunden, die uns ncoh näher an den historischen Ursprung dieses Gotteshauses bringen könnten. 
      Schließlich bleibt noch ein kleiner Fehler von Becker zu korrigieren: der von ihm erwähnte Dachreiter westlich der Stiftskirche, wie er ihn bei MERIAN 1646 (aber auch bei BRAUN & HOGENBERG 1576) bemerkte, gehörte nicht zur Pfalzkapelle St. Johannes sondern zu einem Kapellenanbau der "Kurie ob dem Friedhofe", wie man leicht erkennt, wenn man (wie Dank Frau Betz, geb. Diederich, möglich war) die Unteregschosse der sog. "Marienburg" in Augenschein nehmen darf.     

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