Vorbemerkung

Das z. T. verwahrloste Gartengelände um das ehemalige Schlachthaus des Metzgers Krause bot schon länger ein etwas trauriges Bild. So war es kein Wunder, daß der Plan des Architekten Josef Heer aus Fritzlar hier ein Wohngebäude zu er-richten und unter der Bedingung bei der Gestaltung der historische Umfeld zu berücksichtigen, auch bei der Baudenkmalpflege und den Anwohnern durchaus seine Zustimmung fand. Allerding gab es eine Diskussion über die Höhe des neuen Hauses, in der sich das Baubüro Heer schließlich durchsetzte. Die Sinnhaftigkeit der baubegleitenden Untersuchung wurden vom Bauherren nach den gesetzlichen Vorgaben ermöglicht und freundlich begleitet. Die Maßnahme sollte nun sehr schnell erfolgen, so daß sowohl das Institut für Bauforschung und Dokumentation (IBD) in Marburg als auch einheimische Kräfte, darunter das Regionalmuseum Fritzlar, herangezogen wurden. Es blieb Bernd Nickel, den Dres. Jürgen Kneipp und Johann-Henrich Schotten nur eine Woche Zeit parallel zu den Baggerarbeiten, denen unmittelbar die Betonierung der Fundamente folgte, die für die Baugeschichte der Stadt, insbesondere aber der nördlichen Schildmauer wichtigen Befunde zu erfassen, zu erkennen und zu dokumentieren. Dabei war es -den Bagger im Rücken- nicht möglich alle Profile so zu putzen, wie es normalerweise professionell üblich gewesen wäre. Trotzdem gelang es die Situation vor Ort so weit festzuhalten, daß auch einige wichtige Schlüsse zur Entwicklung der Befestigung, besonders zu ihrer Datierung wahrscheinlich wurden, die nicht unbedingt mit den bisherigen Kenntnissen in Über-einstimmung zu bringen waren. Dazu waren auch Erfahrungen nützlich, die Dr. Schotten zuvor während seiner Ausgrabung im Kloster Haydau in Morschen (1986-1989) erworben hatte. Die vorliegende Fassung entspricht der Origi-nal-Fundakte der Archäologischen Abteilung des Regionalmuseums Fritzlar (Inv.Nr. 00562), ein Exemplar von Dr. Kneipp mit  den professionell umgzeichneten Profilen liegt im Landesamt für Bodendenkmalpflege (heute: "hessen Archäologie") in Marburg vor.

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                                                                                 Dank an Karl Burchart, Horst Euler, Marlies Heer, Klaus Leise. Wolfgang Schütz und Dr. Christian Wirkner                                                                                                                                                         für Hinweise und Tipps,  Johannes de Lange für die Scan-Vorlagen

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